Diethart Schall stellt aus
Ausstellungszeitraum: 06.03.2026 - 29.04.2026
Tja, es ist ein Kreuz mit der Kunst!
In Kunsterziehung in der 8. Klasse mussten wir ein Bild "Unsere Jugendherbergsfahrt" malen. Die Mädchen auf meinem Bild versah ich mit ihren hübschen Rundungen. Ich bildete ab, was ich sah. Mein Vater betrachtete das Bild und wurde angesichts meines "Naruralismus" ziemlich laut. "Die Inge sieht aber so aus", maulte ich.
Seitdem male ich. Und zwar so, wie es mir gefällt. In erster Linie muss mir ja das Gemalte gefallen, muss ich Freude am Bild haben. Ich denke, das ist ja dann auch authentisch, und im besten Fall spürt der Betrachter das. Unabhängig davon, ob ihm das Dargestellte gefällt.
Die entsprechenden "Gene" habe ich sicher vom malenden Großvater. Auch mein Vater, ein Architekt, griff öfter zu Bleistift, Pinsel und Farben. Für ein Kunst-Studium reichte es dann doch nicht, ich wurde Journalist. Das Zeichnen und Malen blieb jedoch ein Teil von mir. Überhaupt: Das Befassen mit Kunst (auch mit klassischer Musik) ist Lebensinhalt. Landschaften male ich gern, Stillleben, ab und zu ein Porträt. Menschendarstellung ist schwer, aber wer Kompliziertem aus dem Weg geht, macht es sich zu leicht. Es ist beim Malen eben wie im "richtigen" Leben ...